Facebook/Google und Co Plugins „Gefällt mir“ aus CMS entfernen

Lieber Leser,

letzte Woche gab es wieder mal ein Urteil gegen ein Unternehmen, welches auf der Website Plugins von Sozialen Medien wie Facebook eingebaut hat wie es im Grunde jeder macht der eine Website mit WordPress, oder Joomla erstellt und auch entsprechende Plugins holt, damit seine Seite verbunden wird.

Das stört aber die Verbraucherzentralen, deshalb werden Unternehmen abgemahnt die solche Plugins installiert haben, denn bereits das simple Einbinden der Facebook Verknüpfung überträgt Daten von Besuchern zu den Servern von Facebook auch wenn man das als Besucher der Website nicht möchte. Man muss auch nicht bei Facebook angemeldet sein. Die Daten werden leider trotzdem übertragen.

Da gemäß der geltenden Datenschutzbestimmungen jedoch vor der Übermittlung seiner personenbezogenen Daten eine Einwilligung eingeholt werden muss, ist die Nutzung grundsätzlich rechtswidrig.

Das Landgericht Düsseldorf hat in einer Entscheidung der Verbraucherzentrale NRW gegen Peek & Cloppenburg AZ 1 2O 151/15 entschieden, dass diese Einbindung wettbewerbswidrig ist.

Unsere Kanzlei empfiehlt generell diese Plugins zu entfernen. Man kann sich derzeit noch Absichern in dem man den Code verändert und die sog. „Shariff“ Lösung von Heise implementiert, aber auch hier fehlt an der wirksamem Einwilligungserklärung nach eindeutiger, vorheriger Belehrung. Da man auch nicht weiss was auf den Servern von Facebook/Google/Twitter & Co gespeichert wird und für was diese Daten verwendet werden kann der Belehrungstext nicht ausreichend sein.

Die Abmahnindustrie wird somit auch in diesem Jahr wieder einen deutlichen Umsatzsprung haben. Wer nicht abgemahnt werden will verzichtet am besten auf die Einbindung von sozialen Medien in seine Website. Die Prozesskosten belaufen sich schnell auf ein paar tausend Euro.

Wir werden die Plugins soweit möglich im Laufe der Woche entfernen. Bis dahin: ->

Kategorien: Allgemein
Geschrieben von , am März 14, 2016 Montag at 10:31 am

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